Beratung und Therapie

Bewältigung von gestörtem Essverhalten

Iss doch endlich mal normal

Der erste und wichtigste Schritt „zurück ins Leben“ ist, sich selbst einzugestehen, dass das Verhältnis zum Essen unnatürlich geworden ist und professionelle Hilfe notwendig wird.

Ein Beratungs-/Erstgespräch und/oder der Besuch einer Selbsthilfegruppe ermöglichen es, die Heimlichkeit zu durchbrechen und sich nicht länger allein mit der oft bedrückenden und Scham besetzten Erkrankung zu fühlen.

Informationen, Beratung und Therapie helfen, die Hintergründe der Symptomatik zu ergründen und den Teufelskreis von Hungern und Fressen zu durchbrechen.

In der psychotherapeutischen Begleitung werden die Betroffenen unterstützt, die ursächlichen Zusammenhänge und tiefer liegenden seelischen Probleme ihres süchtigen Essverhaltens zu verstehen und ins Bewusstsein zu integrieren. Dabei können sie lernen, sich selbst und ihre Bedürfnisse, Gefühle und Grenzen wahrzunehmen, mehr Eigenverantwortung zu entwickeln und ein realistisches und positives Körper- und Selbstbild aufzubauen. Auf dieser Basis ergeben sich neue Wahlmöglichkeiten, sowohl für korrigierende Erfahrungen, als auch im Hinblick darauf, neue Lebensperspektiven für sich zu entdecken.

Ein wichtiger weiterer Bestandteil in der Behandlung von Ess-Störungen ist es, konkrete Möglichkeiten zur Veränderung der zwanghaften und starren Ess- und Ernährungsgewohnheiten zu erarbeiten (siehe Ernährungstherapie), sowie schrittweise das symptomatische Verhalten (Hungern, Fressen, Erbrechen) zu reduzieren und letztlich aufgeben zu können.